Ägypten: Verschleierte Frauen entführen Mutter und Kinder - 21.07.2010
Die Rolle verschleierter Frauen bei der Entführung
christlicher Frauen in Ägypten ist im Steigen begriffen. Die Opfer sind
großteils Minderjährige Christliche Mädchen, eine der letzten Entführungen
betraf aber fast eine ganze Familie. Am Morgen des 29. Juni 2010
verließ die 37-jährige Koptische
Mutter Nagwa Sargios ihr Haus in Kairo zusammen mit ihrer 17-jährigen Tochter
Marina und ihren Zwillingssöhnen Mario und Michel, 9, um ihre Mutter im
Krankenhaus zu besuchen. Ihr Bruder erklärt: „Meine Schwester und ihre Kinder kamen
nie an und ihre Mobiltelefone waren ausgeschalten.“ Die Familie Sargios begann
selbst Ermittlungen anzustellen und kam zu dem Ergebnis, dass Ihre Nachbarn,
eine Mutter und ihre zwei Töchter, die die Niqab tragen
(Ganzkörperverschleierung) hinter der Entführung stecken. Die drei Frauen
hatten unmittelbar nach der Entführung ihre Wohnung verlassen. Die Polizei
weigerte sich den Fall als Entführung zu klassifizieren, und nahm nur eine
Vermisstenanzeige entgegen. Die Familie fand den Aufenthaltsort der verschleierten
Frauen heraus, und ein Polizist bot an, diese zu besuchen. Als er zurückkam,
erklärte er, dass sie unschuldig wären und die Familie in anderen Richtungen
suchen sollte. Während der Suche nach der eigenen Familie, fanden die Sargios
dutzende koptische Entführungsopfer aus ihrem Bezirk. Ihre hilflosen Familien
werden von der Polizei bedroht damit sie den Mund halten. Auch Adel, Nagwas Bruder wurde von der Polizei eingeschüchtert,
bleibt aber standhaft. „Ich werde niemals aufgeben, egal was sie tun. Meine
Familie hat bereits vier Mitglieder verloren, also macht es keinen Unterschied
wenn sie noch ein fünftes verliert. Am 19. Juli erstattete die koptische
Familie offiziell Anzeige wegen Entführung gegen die muslimische Familie.