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Jesidinnen und Christinnen erleiden sexuelle Qualen in Nordirak

Katholischer Menschenrechtsaktivist schildert die Verbrechen in den von „Daesh“ (dem sog. „IS“) kontrollierten Gebieten wie Mosul und Ninive-Ebene

Bagdad - Der katholische Menschenrechtsaktivist Tobiya Duraid Hikmat – früher Referent für die Minderheiten in der Provinzverwaltung von Ninive - hat in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur „AsiaNews“ die Modalitäten der IS-Terrorherrschaft vor allem gegenüber den Frauen in Mosul und in der Ninive-Ebene dargelegt. Die „Daesh“ (IS)-Terroristen setzten sexuelle Gewalt auch gegen christliche Frauen ein, sagte Duraid Hikmat. Im Gegensatz zu den jesidischen Frauen, die das Objekt von Massenvergewaltigungen sind,

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Syrisch-orthodoxer Patriarch entging knapp einem Selbstmordanschlag

Mar Ignatius Aphrem II. hatte in der ostsyrischen Stadt Kamischlie ein Denkmal für die Opfer des 1915 von der osmanischen Regierung begonnenen Völkermords an den Christen der syrischen Tradition eingeweiht , am Sonntag wollte ein als Priester verkleideter Terrorist den Patriarchen bei einer „Sayfo“-Gedenkfeier töten

Damaskus - Der syrisch-orthodoxe Patriarch Mar Ignatius Aphrem II. entging am Sonntag in Kamischlie in der ostsyrischen Djazira knapp einem Selbstmordanschlag. Bei dem Attentat auf eine Gedenkfeier für die Opfer des 1915 von der osmanischen Regierung begonnenen Völkermords an den Christen der syrischen Tradition wurden drei syrisch-orthodoxe Gläubige getötet und fünf zum Teil schwer verletzt. Ein als Priester verkleideter Terrorist versuchte

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Aufruf zu morgigem Fastentag für irakische Christen gemeinsam mit Muslimen

Solidaritätsappell des chaldäischen Patriarchen Louis R. Sako während des Ramadan, um Frieden in seinem Land voranzutreiben

 

Inmitten der weiterhin tobenden Konflikte im Irak ruft die Chaldäische Kirche alle Christen im Land auf, während des Ramadan am 17. Juni 2016 einen Fastentag einzulegen, als Zeichen der solidarischen Verbundenheit mit ihren muslimischen Mitbürgern. „Wir wollen gemeinsam fasten und beten für Frieden und Stabilität in unserer krisengeschüttelten Region“ – so Patriarch Louis R. Sako in einem Schreiben an CSI-Österreich – „gerade jetzt, nach den jüngsten Terrorangriffen des Daesh (sog. „IS“, Anm.) in verschiedenen irakischen Städten.“  Sako weiter: „Zum Zeichen des Miteinanders laden wir auch unsere muslimischen Nachbarn zum Abendessen nach dem Fastentag ein.“

 

Nach den erschütternden öffentlichen Verbrennungen von jungen jesidischen Frauen durch den sog. IS

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CSI-Schweigemarsch leitet in Wien die Lange Nacht der Kirchen ein

 

Auftakt zur diesjährigen LANGEN NACHT DER KIRCHEN am heutigen Freitag, den 10. Juni 2016 bildet in Wien unser traditioneller CSI-Schweigemarsch gegen die wachsende Christenverfolgung in vielen Ländern der Welt. Diese macht inzwischen auch vor den Toren Europas nicht mehr Halt. Wir prangern den Völkermord im Nahen Osten und in Nigeria an. Wir sagen Stopp gegen die besorgniserregende Vertreibung der Christen aus ihren Ursprungsregionen. Wir appellieren an den Westen, sich noch massiver als bisher für den Frieden in diesen Ländern einzusetzen. Die Einheimischen sollen in ihrer Heimat bleiben können und nicht weiterhin zur Flucht gezwungen werden.

 

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Maryam Naghash Zargaran ist vorübergehend frei!

Die 38-jährige Christin beschwerte sich seit langem über starke Migräne, Übelkeitsattacken und massive Gleichgewichtsstörungen. Das Pflegepersonal des Gefängnisses wies auf die Schwere ihres Zustands hin. Doch bis vor kurzem wurde ihr die Behandlung in einem Krankenhaus verweigert.

Daraufhin trat sie am vergangenen 26. Mai in einen Hungerstreik. Wegen des Ernstes der Lage wurde sie zwölf Tage danach vorübergehend freigelassen und in ein Spital eingeliefert. Wie lange sie dort bleiben kann, ist noch nicht bekannt.

Maryam Zargaran ist seit 15. Juli 2013 wegen ihres Glaubens im berüchtigten iranischen Evin-Gefängnis inhaftiert. „Christen in Not“-Leser setzten sich durch Petitionen in unserer letzten Ausgabe für ihre Freilassung ein.

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Chaldäischer Patriarch ruft Muslime heuer zu einem „außerordentlichen Ramadan“ auf

Mar Louis Raphael Sako tritt für eine „Kultur der Versöhnung“ ein

Bagdad - In einem Gratulationsschreiben zum Fastenmonat Ramadan hat der chaldäisch-katholische Patriarch Mar Louis Raphael Sako die Muslime im Irak eingeladen, sich für die Überwindung von Sektierertum und Fundamentalismus, für den Aufbau einer „Kultur der Versöhnung“, für die Förderung der gemeinsamen Werte von Toleranz und Freundschaft und für „friedliche Koexistenz, Dialog und gegenseitigen Respekt“ einzusetzen. Angesichts der „harten und kummervollen Umstände“, von denen der Irak heimgesucht werde, den Tausenden von Toten und Verwundeten, den Millionen von Vertriebenen und der allgemeinen Zerstörung sei es dringend, den diesjährigen Fastenmonat zu einem „außerordentlichen Ramadan“ zu machen. Auf diese Weise könne Id-al-Fitr – das Fest am Ende des islamischen Fastenmonats – in doppelter Weise zu einem Fest werden: In religiöser Hinsicht, aber auch als „Triumph von Versöhnung und Frieden“.

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Appell der Christen in Syrien: EU-Sanktionen treiben Menschen zur Flucht

Hochrangige Würdenträger der christlichen Kirchen bezeichnen die Flüchtlingsdiskussion als Heuchelei. Durch die Sanktionen werde die Gesellschaft zerstört, den Menschen bleibe nur die Flucht. In einem bemerkenswerten Aufruf mit dem italienischen Titel „Basta sanzioni alla Siria e ai Siriani“  fordern sie ein Ende der EU-Sanktionen, die dramatische Folgen für das syrische Volk haben: 

2011 hat die Europäische Union beschlossen, Wirtschaftssanktionen gegen Syrien zu verhängen. Die EU stellte sie als „Sanktionen gegen Persönlichkeiten des Regimes“ dar. Tatsächlich verhängte sie gegen das ganze Land ein Öl-Embargo, eine Blockade jeglicher Finanztransaktionen und ein Handelsverbot für sehr viele Güter und Produkte. Diese Maßnahmen sind immer noch in Kraft. Dagegen wurde 2012 aufgrund einer schwer verständlichen Entscheidung das Öl-Embargo für die Regionen aufgehoben, die die bewaffnete und dschihadistische Opposition kontrolliert. Dadurch sollen offenkundig den sogenannten „revolutionären Kräften und der Opposition“ wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

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Deutschland: Wo bleibt die Solidarität mit Christen?

Zur Lage der verfolgten Christen in Deutschland und auf der Welt

Früher haben wir gelernt: Die schlimmste Christenverfolgung aller Zeiten hat in den ersten 300 Jahren nach Pfingsten – dem Geburtstag der Kirche – stattgefunden. Heute muss es leider heißen: Die schlimmste Christenverfolgung findet gegenwärtig statt, wo die Christen mit 2,3 Milliarden Gläubigen die größte Religionsgemeinschaft der Erde sind.

Warum schweigen so viele?

In über 50 Staaten werden mehr als 100 Millionen Christen verfolgt, obwohl auf dem Eintrittsbillet für die UNO die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte steht, nach der alle Menschen das Recht haben, ihre Religion frei zu wählen und auszuüben. Warum nur fällt es unseren Kirchen, unseren Parlamenten, unseren Regierungen so schwer, darüber zu reden und Solidarität mit den verfolgten Christen zu zeigen? Warum erscheint es vielen als zu schwierig, Partei für die zu ergreifen, die unseren gemeinsamen Glauben nicht so leben können wie wir?

Muslime treten für Muslime ein. Warum treten Christen nicht für Christen ein?

Weil sie Angst haben, man könnte denken, dass sie nur für sich selber Partei ergreifen?

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Neue kirchliche Hilfsaktion für Christen im Nahen Osten

akvDie Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) startet eine Hilfsaktion für die schwer bedrängten und verfolgten Christen im Nahen Osten.

Die Aktion wird gemeinsam mit den Hilfsorganisationen „Kirche in Not“, „Christian Solidarity International“ (CSI) und „Initiative Christlicher Orient“ (ICO) durchgeführt, die schon im Nahen Osten aktiv sind. „Die Christen haben ein Menschenrecht darauf, auch künftig in ihrer Heimat im Nahen Osten friedlich leben zu dürfen“, so AKV-Präsident Helmut Kukacka. Er stellte gemeinsam mit den Vertretern der anderen Hilfsorganisationen im Rahmen einer Pressekonferenz die neue Initiative vor, für die auch eine eigene Website eingerichtet wurde.

„Christenverfolgung kaum Thema“

Allein in Syrien sei mehr als eine halbe Million Christen - rund ein Drittel aller Christen des Landes - auf der Flucht, viele davon noch innerhalb Syriens. Mehr als 4.000 Christen wurden bereits ermordet. Dass die massive Christenverfolgung in Österreich wie im gesamten Westen nach wie vor kaum ein Thema sei, sei völlig unverständlich, so Kukacka. Das Schweigen müsse endliche durchbrochen werden, so der einhellige Tenor bei der Pressekonferenz.

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Irak: Patriarch Sako bittet Papst um Besuch

pia sakoNeues Buch „Marschiert endlich ein! Stoppt die Ermordung der Christen im Nahen Osten“ als Gemeinschaftswerk von Patriarch Louis Raphaël Sako und Pia de Simony (Pressesprecherin von CSI-Österreich) erschienen

Unmissverständlich klare Aussagen zu IS, Islam und lascher Haltung des Westens zum „Völkermord“ an den irakischen Christen

Bagdad-Wien - Der chaldäisch-katholische Patriarch Mar Louis Raphaël Sako hat seinen Appell an Papst Franziskus bekräftigt, in den Irak zu reisen. Das wäre für die schwer traumatisierten Christen im Land ein dringend notwendiges Zeichen der Ermutigung, um die Heimat nicht zu verlassen. Zugleich fordert der Patriarch die westliche Staatengemeinschaft mit den USA an der Spitze einmal mehr auf, endlich entschieden militärisch gegen die IS-Terroristen vorzugehen.

Sein Appell ist in dem soeben beim Verlag Herder erschienenen Buch „Marschiert endlich ein! Stoppt die Ermordung der Christen im Nahen Osten. Ein Aufschrei aus Bagdad“ enthalten; das Buch ist ein Gemeinschaftswerk des Patriarchen mit der Wiener Journalistin (und Pressesprecherin von „Christian Solidarity International“/Österreich) Pia de Simony. In dem Buch lässt es der Patriarch nicht an deutlichen Worten fehlen. „Der sogenannte Islamische Staat ist ein gottloses Ungeheuer, eine Krake, die weiter wächst und längst ihre Fangarme auch in die demokratisch-zivilisierte Welt ausgestreckt hat“,

 

 

Gebet zu Nigeria

Heiliger Geist, Du Kraft des Trostes,

stärke die Christen in Nigeria in ihrem Glauben an Dich

und schenke ihnen Hoffnung angesichts der Verfolger,

die ihnen das Existenzrecht absprechen wollen.

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